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Dienstag, 29. Dezember 2015

[Rezension] Amalthea - Neal Stephenson


Was wenn der Mond explodiert?
Was wenn man nur 2 Jahre Zeit hat um einen Notfallplan für die Menschheit zu konstruieren?


Eckdaten zum Buch:


  • Erscheinungsdatum :09.11.2015
  • Verlag : Manhattan
  • ISBN: 9783442547623
  • Fester Einband 1.056 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • Genre. Sci-Fi
Autor:

Er wurde am 31. Oktober 1959 in Fort Meade, Marland geboren. Als Sohn einer durch die Wissenschaft geprägten Familie, wächst Neal Stephenson mit Themen der Elektrotechnik und Biochemie auf. Er beschließt nach der Schule ein Physikstudium in Bosten aufzunehmen. Um den Großrechner des Institutes nutzen zu können, wählt er im Hauptfach Geografie. Nach dem Studium schreibt Neal Stephenson einen ersten Roman und ist als Wissenschaftsjournalist tätig. Eher am Rande widmet er sich naturwissenschaftlichen Themen, beispielsweise ist er als Berater eines Raumfahrtunternehmens tätig und verfolgt in seiner Werkstatt kleine eigene Projekte. Neal Stephenson bezeichnet sich selbst als Science-Fiction Autor, ist Begründer des Begriffes "Avatar" und seine Werke sind von experimentellen Medien als auch historisch detailgetreu recherchierten Texten geprägt. 

Klappentext:

Der Mond explodierte ohne Vorwarnung und ohne erkennbaren Grund. Die Uhrzeit würde man später als A+0.0.0 oder schlicht Null bezeichnen … 05:03:12 Weltzeit. Die Stunde Null. Nach der Explosion des Mondes wütet über Jahrtausende ein Meteoritensturm, der die Erdoberfläche in eine unbewohnbare Wüstenei verwandelt. Um die Menschheit vor der Auslöschung zu bewahren, schickten die Nationen der Erde eine Flotte von Archen ins All. Der Asteroid Amalthea, der ursprünglich zu Forschungszwecken an eine internationale Raumstation angedockt worden war, soll der Kolonie als Schutzschild dienen. Doch das Leben im Weltraum fordert einen hohen Tribut, und die meisten Menschen sterben, bis schließlich nur noch sieben Frauen übrig sind, um eine neue Zivilisation zu begründen. 5000 Jahre später existieren zwei Völker: die Nachfahren derer, die die Katastrophe auf der Erde überlebt haben, sind primitive Siedler; die sieben Stämme der Nachkommen der Sieben Evas von der Raumstation hingegen hochkultiviert — und sie machen sich auf, die Erde zu kolonialisieren …

Cover:

Episch - dieses Wort beschreibt das Cover auch sehr gut - gemeinsam mit dem sehr interessant anmutenden Schreibstil zieht einen das Buch sofort in den Bann und man fängt unwillkürlich an daran zu denken, was man selbst machen würde in solcher einer Situation.

Schreibstil:

Trocken, ist hier der vorherrschende Begriff um das Buch zu beschreiben. Der Schreibstil ist geprägt von Fachbegriffen aus Physik und Chemie, Stephensons Theorien und vielen, vielen Formeln. Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass der Autor das ein oder andere Mal die Story etwas aus den Augen verloren hat nur um seine Formeln und Theorien im Buch zu platzieren. Ich selbst konnte mit diesen leider nicht viel anfangen.

Meinung:

Vielversprechend - war das Buch zu beginn und ich glaubte einen spannenden Sci-Fi Roman in Händen zu halten - doch bald kehrte Ernüchterung ein. Die Story gelangte nicht selten in den Hinttreff. Protagonisten und Charakter gibt es viele aber ausgereift sind wenige - manche dienen nur dazu neue chemische Formeln in den Raum zu werfen oder weitere Theorien ins Rennen zu werfen. Einen persönlichen Bezug konnte ich zu keinem der zahlreichen Personen aufnehmen. Klingt hart aber es wäre mir egal gewesen ob sie existieren oder nicht. Auch ansonsten hat mich das Buch enttäuscht - man hätte rein aus der Plotidee einen wundervollen Roman lesen können, aber ohne Hintergrundwissen ist dieser Roman praktisch unlesbar.

Ich glaube für  Leute die in diesem Bereichen bewandert sind, ist dieses Buch wie ein heiliges Manifest, aber für den Otto-Normalverbrauch wohl eher eine trockene Lektüre.

Fazit: Leider nichts für mich, da ich einfach keine Affinität zu diesen chemischen/physischen Details habe und mir die Geschichte an sich einfach viel zu sehr vernachlässigt wurde zugunsten des eingebauten Fachwissens.

Cover:  1 von 1 Stern
Schreibstil: 0,2 von 1 Stern
Protagonisten: 0,4 von 1 Stern
Thematik/Umsetzung: 0,6 von 1 Stern

Gesamteindruck: 1,2 von 5 möglichen Sternen