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Sonntag, 26. Januar 2014

Wer das Schweigen bricht.....


Ein Krimi aus einer längst vergangenen Zeit, so scheint es zumindest auf den ersten Blick, doch schlummert hier eine Geschichte die für alle Beteiligten tragischer nicht sein könnte. Spannend und zum Schluss hin ein bisschen verwirrend. Eine Story, das ich so nicht erwartet hätte und mir doch gezeigt hat, dass man auch Büchern die man sich selbst nicht unbedingt aussuchen würde, durchaus eine Chance geben kann!


Eckdaten zum Buch:
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 08.02.2011
Verlag : Pendragon
ISBN: 9783865322319
Flexibler Einband: 224 Seiten
Sprache: Deutsch

Autor:

Geschrieben wurde dieses Buch von  Mechthild Borrmann, die in Kleve am Niederrhein aufwuchs. Sie absolvierte Ausbildungen zur Erzieherin, Gestalttherapeutin sowie Tanz- und Theaterpädagogin. Als Pädagogin war sie unter anderem bei einem Wohlfahrtsverband als Berufsbetreuerin tätig, arbeitete in einer Drogenberatungsstelle sowie in den Anstalten mit anfallskranken Kindern und in einer Heimvolkshochschule. Nach einer Fortbildung zur Tanztheater-Pädagogin war sie für verschiedene Tanz- und Theaterprojekte als Regieassistentin und Choreographin tätig und übernahm dort auch die Serviceleitung.

Nach 2005 führte Borrmann ein Restaurant in Bielefeld und veröffentlichte vier Kriminalromane sowie einige Erzählungen. Ab 2009 war sie nur mehr als Geschäftsführerin in der Gastronomie tätig.
Einige ihrer Werke sind:
  • Wer das Schweigen bricht
  • Der Geiger
  • Mitten in der Stadt Pendragon
  • Morgen ist der Tag nach gestern Pendragon
Klappentext:

August 1939: Sechs junge Menschen geben sich das Versprechen, füreinander da zu sein. Während der Nazi-Zeit wird ihre Freundschaft auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Denn Verrat wird mit dem Tod bestraft. Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckt Robert Lubisch im Nachlass seines Vaters, einem Industriemagnaten der Nachkriegszeit, das Foto einer attraktiven Frau und einen Wehrpass, ausgestellt auf einen ihm unbekannten Mann. Was hat das alles mit seinem Vater zu tun? Robert macht sich auf die Suche und stößt dabei auf eine Journalistin, die sofort eine große Story ahnt und bereit ist, dafür auch den Ruf seines Vaters zu opfern. Doch noch bevor sie Robert etwas mitteilen kann, wird sie grausam ermordet. Robert ist entsetzt. Welche alten Wunden hat er mit seinen Nachforschungen wieder aufgerissen ...
Cover:

Das ist Cover ist wieder so ein typisches Cover, dass mich nie dazu bewegen würde, mir den Klappentext des Buches durchzulesen.  Das Erscheinungsbild des Cover ist im allgemeinen sehr trist und transportiert eigentlich genau die Eigenschaften die man mit dem 2ten Weltkrieg verbindet, nämlich Leid und Zerstörung.
Schreibstil:

Die Geschichte splittert sich in zwei Handlungsstränge auf wobei der eine im Jahre 1997/98 spielt und der andere 1939 -1945. Beide sind in der Erzählerperspektive geschrieben wobei man als Leser immer wieder zwischen den drei vermeintlichen Hauptcharakteren hin und her springt.
Protagonisten:

Zum einen hätten wir Robert Lubisch, von seiner Perspektive startet die Geschichte.

Robert Lubisch ist wider Erwartens seines Vater Arzt geworden anstelle seine Firma zu übernehmen und das behagte im überhaupt nicht. 1997 wurde die strittige Vater-Sohn –Beziehung der beiden durch den Tod des Vaters. Für Robert, der sofort glaubte, dass sein „achso perfekter“ Vater eine Affäre hatte ist dies die Chance endlich etwas zu finden, dass seinen Vater enttarnt und ihn nicht mehr so aalglatt wirken lässt.

Die zweite Person die sich sehr hervorhebt in diesem Buch ist Rita Albers.
Rita ist eine junge Journalistin, die sich  ein altes Haus gepacht hat und laut ihren Journalisten Kollegen in der Einöde wohnt (sie empfindet es als ungestört und ländlich). Als sie auf Robert trifft den seine Recherchen auf ihren Hof getrieben hatte, beschließt sie ihm nicht ganz uneigennützig zu helfen.
Und zu guter Letzt noch die gesuchte Frau auf dem Foto!
Sie trägt den Namen Therese Peters und bildet die Brücke zwischen dem Jahr 1939 und 1997 in der die beiden Geschichten stattfinden.
Meine Meinung:
Als ich erfahren habe, dass es sich bei diesem Buch um meine neue Bettlektüre handelt, war ich alles anders als begeistert, wie man sich sicherlich gut vorstellen kann. Ein Buch über den 2ten Weltkrieg zu lesen ist immerhin so eine Sache. Aber was soll’s – Einspruch unerwünscht und so war es schnell beschlossen, dass die mein Projektbuch war. Und so begann ich (überzeugt davon, dass dieses Buch eine Qual werden würde) zu lesen.  Siehe da obwohl ich keinerlei Affinität zu diesem Thema hat, fand ich gefallen an diesem Buch und schnell hatte es mich soweit im Griff, dass ich wissen wollte wie es weiter geht. Die Story ist sehr logisch aufgebaut und man kann ihr leicht folgen, vorerst zumindest. Doch schon bald musste ich feststellen, dass der zu Beginn so logisch scheinende Aufbau, wohl doch nicht so gradlinig war wie gedacht und ich begann öfters zurück zu blättern um der Handlung noch folgen zu können. Die Handlungsstränge die immer wieder in die Vergangenheit hüpften verwirrten mich zunehmend und zum Schluss hin war ich endgültig verwirrt, das Motiv für den Mord konnte ich persönlich nicht nachempfinden und die Erklärung fand ich auch etwas dürftig, aber naja das 200 Seiten starke Buch ist dennoch nicht so schlimm wie ich zunächst befürchtet hatte, daher gibt’s von mir --->
3,5 Sterne von 5

Weiter Details: Urheberrecht für Cover und Klappentext unterliegt dem Verlag Pendragon