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Montag, 7. September 2015

Ich bitte zum Interview den österreichischen Thrillerautor Bernhard Aichner

Hallöchen ihr Lieben!

Voller Stolz darf ich euch heute einen sehr sympathischen Herren aus Österreich vorstellen, welchen ihr sicherlich schon kennt oder zumindest einige von euch. Ich spreche von niemanden anders als Bernhard Aichner, den Autor der unter anderem die Bücher "Totenfrau" und "Totenhaus" geschrieben und uns wörtlich mit seiner polarisierenden Hauptprotagonisten Brünhilde Blum in seinen Bann zieht.

Autorensteckbrief:


(c) fotowerk-aichner.at
Name: Bernhard Aichner

Aus:Tirol, Österreich


Wohnhaft: Innsbruck, Österreich

Jahrgang: 1972

Beruf: Autor & Fotograf

Genre: Krimi/Thriller, allg. Romane

Lesungen & Co: *Termine*


Folgende Fragen habe ich Herrn Aichner gestellt, die er auch ohne zu zögern beantwortet hat.
Wie sind sie zum Schreiben gekommen?

Ich schreibe seit ich 15 bin. Es war damals eine wunderbare Möglichkeit der Enge meines Dorfes zu entkommen. Abtauchen in meiner Fantasie, völlige Freiheit spüren. Schreiben macht mich glücklich, es ist lebensnotwendig für mich, nichts außer der Liebe, ist schöner.

War es schon immer Ihr  Ziel eines Tages als Autor Fuß zu fassen?

Das war immer mein Traum, ja. Vom Schreiben leben zu können

Lesen Sie privat auch gerne Krimis bzw. Thriller oder bevorzugen Sie ein anderes Genre?

Ich liebe Lyrik, lese gerne Krimis, aber auch Liebesromane. Ich schreibe Hörspiele und Theaterstücke, ich liebe die Abwechslung. Wenn die Qualität stimmt, kann alles fesseln. Sprache, Plot und Dramaturgie entscheiden.

Ich habe gelesen, Sie haben zu Recherchezwecken in einem Bestattungsunternehmung gejobbt. Welche Erfahrungen konnte Sie mitnehmen und inwiefern hat sie diese Arbeit geprägt?

(c) fotowerk-aichner.at
Ich bin ein sehr neugieriger Mensch, deshalb habe ich während der Arbeit an Totenfrau auch dieses Praktikum gemacht. Es war eine richtig schöne und am Anfang auch eine sehr schräge Erfahrung. Dem Tod als Tabu näherzukommen, zu akzeptieren, dass wir letztendlich alle sterben werden. Die Dankbarkeit wuchs, leben zu dürfen. Über das Sterben spricht man nicht gern, es ist unheimlich, es gilt als schlechtes Omen, wenn man sich damit auseinandersetzt. Die Verstorbenen sollen so schnell wie möglich unter die Erde, das Leben soll weitergehen, der Tod soll keinen Platz bekommen. Das hat mich immer befremdet. Deshalb wurde ich neugierig, deshalb habe ich in der Bestattung mitgearbeitet. Was passiert, wenn man stirbt? Was macht es mit mir, wenn ich hinsehe? Ich habe es herausgefunden.
Am Anfang hatte ich Angst vor den Toten. Aber nur kurz, die Angst verflog schnell. Bald wurde alles selbstverständlich. Ich erinnere mich daran, als ich zum zweiten Mal bei einer Versorgung dabei war. Ich fand mich irgendwann mit einem Fön in der Hand am Kopfende des Versorgungstisches. Ich stand da und föhnte einer vierundachzigjährigen Frau die Haare. Ich hatte die schneeweißen Haare vorher gewaschen, Shampoo einmassiert und es wieder herausgespült. Ich fragte mich: „Was zur Hölle tust du da?“ Die Antwort kam umgehend. Ich war dort, weil ich genau das machen wollte. Lernen. Hinspüren. Und etwas geben. Verrückterweise fühlte es sich gut an.

Es ist ungewöhnlich, dass sich ein männlicher Autor für eine weibliche Protagonistin entscheidet? Was waren ihre Beweggründe?

Ich wollte immer schon eine „Frau“ schrieben. Es war neu, spannend, eine Herausforderung. Ich habe mich gefragt, ob ich das als Mann überhaupt kann. Die Antwort kam aber schnell. Ja, ich kann. Ich habe mich auf mein Gefühl verlassen. In der Liebe sind wir doch alle gleich, dachte ich mir. Fühlen, herzoffen sein, sich hingeben. Wenn das gelingt, ist man auch authentisch, egal welches Geschlecht man hat. Ich habe all meine Liebe in diese Figur gelegt. Deshalb lebt sie. Deshalb ist sie glaubwürdig.

Blum ist nicht unbedingt eine Person, mit der man befreundet sein möchte, war es von Ihnen gewollt dass sie eine „Antagonistin“ als Hauptprotagonistin wählen, oder hat sich das während des Schreibens entwickelt?

(c) fotowerk-aichner.at
Ich habe das von Anfang an geplant. Eine Heldin die mordet, die man aber trotzdem mag.  Blum wird von ihren Emotionen zu ihrer gnadenlosen Selbstjustiz getrieben. Und sie hat aufgrund ihrer Bestatterinnentätigkeit gute Möglichkeiten, unentdeckt zu morden. Sie denkt nicht lange nach, sie tut es einfach. Blum bringt die Bösen um. Das ist ganz wichtig für den Roman, dass es wirklich abgrundtief böse Menschen sind. Hätte ich nur jeweils fünf Sätze mehr zu diesen Opfern geschrieben, etwa, dass sie nicht nur Verbrecher, sondern auch treusorgende Familienväter sind, würde der Roman nicht mehr funktionieren. Er lebt davon, dass man ohne schlechtes Gewissen auf der Seite der Mörderin steht und es beim Lesen gut findet, dass sie meuchelt und mordet. Man will, dass sie davonkommt. Es hat großen Spaß gemacht, das zu schreiben.

Wie wichtig ist es für Sie der lokale Bezug zu Innsbruck/Tirol in ihren Romanen?

Der lokale Bezug ist völlig unwichtig. Meine Romane sind keine Regio-Krimis, Landschaft ist nicht wichtig. Die Stadt hat zwar einen Namen, aber sie ist austauschbar. Ich wollte einen spannenden Roman schreiben und keinen Reiseführer.

Autoren müssen sich ihren Kritikern immer stellen und so wird manchmal auch das eigene Buch fürchterlich zerrissen, wie gehen Sie mit Kritik um?

Ich schätze Kritik von Leuten, die ihr Handwerk verstehen. Kritik ist etwas Gutes, man kann immer dazulernen. Natürlich gilt es aber immer, zu filtern. Was betrifft wirklich mich, und was hat nur mit dem Kritiker zu tun. Was soll bei ihm bleiben, was nehme ich mir mit. Ich bin auf alle Fälle immer sehr gespannt, wenn ein Buch herauskommt und die Urteile gefällt werden. Es ist spannend und auch sehr amüsant manchmal.

Zu guter letzt noch ein handvoll abschließender Fragen, die rund um die Filmrechte und den Nachfolgern von "Totenfrau"

Wie nehmen Sie als Autor den Rummel um Ihr Buch wahr?

Ich liebe es. Alles, was da rund um mich passiert. Das habe ich mir immer gewünscht, herrlich ist es.

(c) Btb-Verlag

Stimmt das, dass sich Barry Films bereits die Filmrechte für ihren Thriller „Totenfrau“ gesichert hat?

Ja. Im Moment wird mit Amerika verhandelt. Wenn alles gut läuft, wird aus Totenfrau eine US-Serie. Das wäre eine Sensation – bitte Daumen drücken!




Worauf dürfen sich die Leser in „Totenhaus“ freuen?

Nachdem auf einem Innsbrucker Friedhof bei einer Exhumierung ein Mordopfer gefunden wird, muss Brünhilde Blum vor der Polizei fliehen und ihre beiden Kinder zurücklassen. Nur sie kommt als Täterin in Frage, die Bestatterin, die den Sarg damals geschlossen hat. Ihre DNA wird auf den Leichenteilen gefunden, es gibt kein Zurück mehr für Blum, ein ganzes Land sucht nach ihr, ihre Situation scheint ausweglos. Durch Zufall findet sie aber Zuflucht in einem seit zwanzig Jahren leerstehenden Luxushotel. Das Totenhaus, ein vermeintliches Paradies, wird für sie zum goldenen Käfig, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt.

Haben Sie bereits mit den Arbeiten an Band 3 bekommen?

Ja, ich bin bereits wieder voll eingetaucht. Blum reitet ein letztes mal, Ein wilder Western wird das, ein grandioses Finale. Ich bringe es jetzt zu Ende...


Kennt ihr schon "Totenhaus"? Die Fortsetzung des Bestseller "Totenfrau"? "Totenhaus ist wie auch schon der Vorgänger im BTB Verlag erschienen und seit 17. August 2015.
(c) Btb-Verlag
Bei einer Exhumierung auf einem Innsbrucker Friedhof werden in einem Sarg zwei Köpfe und vier Beine gefunden. Schnell wird klar, dass es sich um ein Verbrechen handeln muss, dass hier die Leichenteile eines vor einem Jahr spurlos verschwundenen Schauspielers liegen. Nur eine Person kommt als Täterin in Frage: die Bestatterin, die die Verstorbene damals versorgt und eingebettet hat. Es gibt keinen Zweifel daran, dass Brünhilde Blum den Schauspieler getötet hat. Doch die ist wie vom Erdboden verschluckt…


In „Totenhaus“ bleibt Bernhard Aichner sowohl seiner spannungsgeladenen Handlungsführung als auch seiner minimalistischen, Telegramm-artigen Sprache treu. Soghaft entwickelt er den Fortgang der Ereignisse, die Verzweiflung seiner Protagonisten Blum wird so drastisch, dass man sie geradezu physisch spüren kann. Aichner entwirft dabei eine Abwärtsspirale, eine Fahrt mit der Geisterbahn, einen wilden Ritt der liebevollen Mutter und Mörderin Blum. Die Geschichte galoppiert atemlos auf ein ungeahntes Ende zu. *Rezension*


Danke an dieser Stelle an Bernhard Aichner, dass er sich den Fragen gestellt hat und ich die Zeit genommen hat sie zu beantworten!

Donnerstag, 18. Juni 2015

Gewitterherzen - Felicitas Brandt


Zwei menschen, die sich noch nie zuvor begegnet sind
Zwei Herzen verbunden durch ihr Schicksal
Zwei Schicksale die komplizierte nicht sein könnten


Eckdaten zum Buch:


  • Erscheinungsdatum: 04.06.2015
  • Verlag : Impress
  • ISBN: 9783646601466
  • E-Buch Text
  • Art: Einteiler
  • Genre: Romantik