Mittwoch, 23. November 2016

[Blogtour] Berlin Metropolis - Tag 5



Willkommen zum letzten Tag der „Metropolis Berlin“ Blogtour!

Das letzte Thema, dem wir uns heute widmen ist ein sehr interessantes, nämlich die Methoden wie die Ermittler versuchen einen Serienkiller ausfindig zu machen.

„Den typischen Serienmörder gibt es nicht.“, so eine Aussage eines ehemaligen Mitarbeiters der Kripo.

Nach dieser Aussage könnte ihr euch sicherlich vorstellen welchen Aufwand und vor allem welche Schwierigkeiten es birgt einen Serienmörder schnappen zu wollen.

Der  „Modus Operandi“, so wird in Ermittlerkreisen das Tatmuster eines Verbrechens genannt, ist oftmals nicht eindeutig so tappen die Ermittler in komplizierten Fällen im Dunkeln und können so teilweise nicht einmal sicher sagen ob es sich um ein und denselben Täter handelt.

Doch eines haben so ziemlich alle Serienmörder gemeinsam sie wählen ihre Opfer gezielt nach Merkmalen aus (= Opfertypen) , es muss keine persönliche Verbindung bestehen zum Täter teilweise reichen scheinbar banale Merkmale aus wie beispielsweise das Alter, die Haarfarbe, der Beruf usw. Öfter kombiniert mit rassistischen oder sexistischen Hintergrunde, welche den Täter zusätzlich zu seinen grausamen Taten motivieren. So bizarr das klingen mache töten aus Spaß oder weil sie sich selbst etwas beweisen worden. So gibt es auch einige Täter die absichtlich Tatwaffen, Opfertypen oder Vorgehensweise wechseln nur um die Ermittler in die Irre zu führen.

„Manche Täter meinte wohl ein Spiel mit der Polizei zu spielen. Ich weiß nicht wem oder was sie sich beweise wollten, aber sie  haben uns teilweise sogar Hinweise geschickt nur damit wir sie finden“ – Auszug aus dem Gespräch mit dem ehemaligen Ermittler.

Was in dem Kopf eines Serienkillers weiß wohl niemand, aber genau das ist in der Ermittlungstätigkeit wohl einer der schwierigsten Schritte – man muss verstehen was der Täter plant. Genau dafür gibt es spezielle Fallanalytiker (auch Profiler genannt) deren Job es ist  eine Fallanalyse zu betreiben und so die Schritte „verstehen“ bzw. vorausahnen zu können.

Was ist ein Profiler überhaupt und wer macht das eigentlich?

Ein Profiler ist meistens ein Mitglied der Polizei, welcher zur Aufklärung besonders schwerer Verbrechen wie unter anderem des heute angesprochenen Serienmörders, zu Rate gezogen wird. Seine Aufgabe ist es eine operative Fallanalyse zu betreiben.  Diese sogenannte Fallanalyse soll neue Hinweise beziehungsweise Ermittlungsansätze liefern in relevanten Aspekten wie Tatorte, Täter, Opfertypen, Vorgehensweise oder auffällige Verhaltensweisen.

Profiler? – also muss man ein Sherlock Holmes sein oder eine Adrian Monk um seine Arbeit gut zu machen?

Die einfache Antwort ist nein – Profiling an sich ist kein Beruf der voraussetzt einen extrem hohen IQ zu haben oder ein schnelle Auffassungsgabe – natürlich ist letzteres vorteilhaft aber keine Pflicht. Grundsätzlich kann gesagt werden kann jeder diesen Beruf erlernen. 

Es ist auch nicht so, dass man stundenlang nachts auf der Lauer liegt, wie es in vielen Fernsehserien wie „Criminals Minds“ oftmals gezeigt wird. Nein im Grunde besteht der Job großteils aus dem Zusammentragen von Informationen aus diversen Quellen und deren Interpretation – Tatmusterabgleiche usw. Die Informationsbeschaffung nimmt innerhalb der Ermittlungsarbeit im Allgemeinen die meiste Zeit in Anspruch. 

Hier liegt nun auch schon der nächste große Irrtum vor, der vor allem den Zugang zu Daten betrifft. 

In vielen bekannten Crime-Serien wird uns vermittelt das sämtliche Kriminalisten Zugang zu heiklen Daten, wie aus militärischen Datenbanken, Krankenkassen, Banken Schulen oder Co. haben und diese anschließend durchforsten.  
Hierzulande, wie auch in den USA gibt es sehr strenge Datenschutzgesetze, somit ist die Möglichkeit des „Data Profiling“ wie es eigentlich heißt eher begrenzt.
Das systematische Durchwühlen von Datenbanken ist zwar praktisch möglich jedoch nicht in diesem Ausmaß wie es uns in amerikanischen Serien vorgegaukelt wird – zudem ist dieser Ermittlungsschritt weitgehend automatisiert. 
Ein weiteres Problem dieser Ermittlungsmethode ist die Auswertung der Daten, manche Datenbanksätze sind veraltet und deshalb immens schwer zu interpretieren oder aufzubereiten.

Ein weiterer interessanter Ermittlungsschritt ist die forensische Psychologie auch als Rechtspsychologie bekannt.
Man unterscheidet hierbei in 2 verschiedenen Typen die Forensische und die Kriminalpsychologie.

Die polizeilichen Psychologen sind vor allem hauptsächlich als Gutachter vor Gericht tätig. Während das Profiling Profil nicht als Beweismittel herangezogen werden kann, kann ein Gutachten eines Kriminalpsychologen durchaus verwendet werden.  
Die Gutachten werden nicht nur von den Tätern erstellt sondern auch schon während des Ermittlungsverfahrens von Zeugen um beispielsweise deren Glaubwürdigkeit einzuschätzen.
Ein weiterer wichtiger Punkt, welcher in den Kompetenzbereich der  Psychologen fällt, ist die Einschätzung der Schuldfähigkeit beziehungsweise auch die Gefahr die von den Straftätern ausgeht zu bewerten.

Ebenso kann man einen flüchtigen Straftäter auch mit Mitwirkung der breiten Öffentlichkeit dingfest machen, in dem man den flüchtigen Straftäter zur Fahndung aussetzt und gezielt die Bevölkerung zur Mitwirkung aufruft um Hinweise oder neue Zeugenaussagen zu erlangen. wenn die derzeitigen Ermittlungsschritten nicht zielführend sind.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen, aber dennoch spannenden Einblick in die Welt eines Ermittlers zu geben.

Natürlich könnt ihr auch am heutigen Tag noch an unserem Gewinnspiel teilnehmen – die Gewinnfrage lautet:


Ein Job bei der Polizei besser gesagt in der Kriminalpolizei ist spannend aber auch nervenaufreibend und mit viel Arbeitsaufwand verbunden – könntest du dir trotzdem vorstellen bei der Polizei tätig zu sein? Begründe deine Antwort.




Zu gewinnen gibt es:

1. Preis: 1 TB “Nächte der Toten” + ein Gemäldedruck aus dem Buch in Print (Größe A3) + Goodies
2. Preis: 1 TB “Nächte der Toten” + ein Gemäldedruck aus dem Buch in Print (Größe A3) 
3. Preis: 1 TB “Nächte der Toten”

Und hier nochmal der komplette Blogtourfahrplan, schaut doch auch bei den anderen Stationen vorbei, wir freuen uns auf euren Besuch :)

19.11.2016 - Berlin - Blutige Kulisse von Andrej Newski bei Manja
20.11.2016 - Interview Tim Vogler bei Gesa
21.11.2016 - Buchvorstellung  bei Jaqueline
22.11.2016 - Spezialabteilung A bei Diana
23.11.2016 - Wie fasst man einen Serienkiller? bei mir heute

Die Teilnahme ist bis einschließlich 24.11.2016 möglich, am
25.11.2016 erfolgt die Gewinnerbekanntgabe
Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

Kommentare:

  1. Hallo und guten Tag,

    sicherlich ein wirklich interessanter Beruf, finde ich...nur diese ewige Schichtdienst würde mich persönlich gerade mit Familie davon abhalten...

    Ich spreche da aus Erfahrung, nie weiß man wann der Partner zu Hause ist oder kommt...plötzlich Doppelschichten sind keine Seltenheit ...denn die Arbeit ....der Fall geht vor...

    Da wird das Familienleben wirklich schwer....

    LG..Karin...

    Schade das diese Blogtour schon zu Ende ist....Danke an alle teilnehmenden Bloggger für ihre interessanten Beiträge.

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  2. Hallo,

    ich weiß nicht, ob das etwas für mich wäre, da ich mir gerade den "normalen" Polizeidienst doch eher langweilig vorstelle...

    LG

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  3. Nein, ich glaube das wäre mir zu anstrengend.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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