Mittwoch, 30. Dezember 2015

[Rezension] Talitha und die Stimmen der Götter - Dominique Bellwon



Eine junge, rebellische Ägypterin die mit den Göttern kommunizieren kann. 
Ein Roman der mit spannenden Wendungen besticht, und eine alte Epoche verführt.

Eckdaten zum Buch:



  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :18.06.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 18.06.2015
  • Verlag : Selfpublisher
  • ISBN: B01010D6Q8
  • E-Buch Text 564 Seiten
  • Art: Einteiler
  • Genre: Fantasy
Autor:

Ich bin 24 Jahre alt (Geburtsjahr 1991; Juli), lebe in Berlin und Studiere Facility Management. Angefangen richtig Geschichten zu schreiben habe ich mit 19. Talitha und die Stimmen der Götter ist mein zweiter Roman. Ich war schon immer vom Alten Ägypten faziniert und nach einer Nilkreuzfahrt stand für mich fest, dass ich unbedingt eine Geschichte schreiben möchte, die im Alten Ägypten spielt. Zum Schreiben bin ich durch´s Zeichen gekommen. Ich habe erst Manga gezeichnet und als die Geschichten immer komplexer wurden, habe ich angefangen meine Geschichten zu schreiben, statt sie zu zeichnen.

Klappentext:


Talitha, eine junge Ägypterin, besitzt die Fähigkeit mit den Göttern kommunizieren zu können. Als ihr Vater sie mit einem zwanzig Jahre älteren Mann verheiraten will, der so gar nicht ihrem Geschmack entspricht, flieht sie Hals über Kopf aus ihrem Elternhaus. Auf ihrer Flucht lernt sie Khaled kennen, der in Talitha Gefühle weckt, die sie für den von ihrem Vater ausgewählten Mann niemals empfinden könnte. Kurzentschlossen folgt sie Khaled in ein Abenteuer, das die beiden in die Machtkämpfe der Götter verwickelt.


Cover:


Das Cover ist in sehr warmen Farben gehalten und zeigt einen Sonnenuntergang.

Ich weiß, dass passt jetzt nicht wirklich aber irgendwie erinnert mich das Cover aufgrund des Bodens an eine Bibelstelle - komischer Vergleich, aber das ist mir zuerst in den Sinn gekommen, als ich das Cover gesehen habe. Nach näheren Betrachten zeigt sich erst wie facettenreich dieses Cover wirklich ist und ich muss sagen mir gefällt es eigentlich gut.

Schreibstil:


Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen - ich mochte auch wie die Autorin die Kommunikationen zwischen Talitha und den Göttern eingefädelt hat. Hat mir wirklich gut gefallen.


Ansonsten habe ich an dem Buch das von der Wortwahl großteils sehr einfach gehalten ist nicht wirklich viel zu mäkeln, außer dass es auch gerne um einen Tick kürzer hätte sein dürfen, da sich die Autorin öfters in Erklärungen und Szenen zu sehr ausgetobt hat und man sich etwas mühsam von Seite zu Seite hangeln musste.


Meinung:


Zu Beginn war ich hellauf begeistert von dem Buch und vor allem von Talitha. In Talitha steckt eine Rebellin die sich nicht unterordnen möchte und ihr Leben selbst bestimmen möchte und eben nicht den Mann haben möchte, den ihr Vater für angemessen hält. Doch bald kehrte Ernüchterung ein als ein gewisser Sklave in Talithas Leben tritt und so wird aus der zuvor rebllischen Tigern eine zahme Streichelkatze. Natürlich eckt Talitha mit ihrer Art immer noch an und nimmt nicht alles als geben ab, aber sie wirft sich dem quasi fremden "Mann" für mich aus mehr oder weniger heiteren Himmel viel zu schnell an den Hals, auch wenn sie zu Beginn noch Zweifel hegt, stieß mir diese "Wendung" etwas zu negativ auf. Warum werden Frauen sobald ein Mann ins Spiel kommt in sehr vielen Büchern so schnell zu naiven Mädchen?


Ansonsten fand ich die Geschichte und die Handlung welche in Ägypten spielt sehr schön - ich mag das Land und auch die Art und Weise wie Frau Bellwon mit dem Handlungsort spielt und die Mentalität dieses Landes in ihren Roman mit einfließen lässt, dennoch finde ich das der Roman stellenweise etwas wie soll ich sagen wenig recherchiert wirkte, zumindest was die Epoche Ramses des II angeht.


Meine Highlights waren eindeutig die Szenen in denen Thalita mit den Göttern in den Kontakt trat, oder besser gesagt die Götter mit ihr. Somit komme ich zu dem Schluss, dass ich die Plotidee dieses Buch wirklich toll finde, aber ich mir eine etwas stärkere Frauenrolle. sowie etwas weniger "Erotik" und mehr von Ägypten gewünscht hätte.


Fazit: Ein Buch das mich einerseits positiv überrascht und andereseits zum Kopfschütteln bewegt hat, was soll ich sagen ein Buch mit einer interessanten und ausbaufähigen Plotidee, aber einer Umsetzung die ich nicht 100%izg als gut bezeichnen kann. 


Cover: 0,8 von 1 Stern

Schreibstil: 0,6
Protagonisten: 0,6
Thematik/Umsetzung: 1,4

Gesamteindruck: 3,4 von 5 möglichen Sternen

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