Mittwoch, 1. April 2015

Zero - Marc Elsberg


Jeder Schritt, jeder Atemzug jedes Blinzeln wird überwacht
Allein bist du schon lange nicht mehr und das Wort privat hat eine ganz neue Bedeutung!
Zero. Sie wissen was du tust & du ermöglichst ihnen diese totale Überwachung auch noch selbst!

Eckdaten zum Buch:

  • Erscheinungsdatum:26.05.2014
  • Verlag : Blanvalet
  • ISBN: 9783764504922
  • 480 Seiten
  • Genre: Thriller
  • Art: Einteiler
Autor:

Marc Elsberg, geboren in Wien, lebte auch in Hamburg und schreibt Romane. Sein Debüt, der Thriller "Blackout - Morgen ist es zu spät" avancierte zum Bestseller und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Im Mai 2014 erschien sein neuer Thriller "ZERO - Sie wissen, was du tust".

Quelle: Lovleybooks

Klappentext:

Wer sich im Netz bewegt, für den gibt es kein Entkommen Der Tod eines Jungen führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der beliebten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die es einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Und in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entkommen … Hochaktuell und sehr bedrohlich: Der gläserne Mensch unter Kontrolle _ Sie wissen, WER wir sind, WO wir sind - und WAS wir als Nächstes tun werden!

Cover:

Das Cover ist schon wie jedes von Blackout ist rein schwarz und nur der Titel durchbricht die Schwärze, der in diesen Fall "Blau" ist. Nichts besonders aber auf gar keinen Fall unscheinbar. Irgendwie finde ich das Cover eben durch seine Schlicht sehr interessant!

Schreibstil:

Der Schreibstil ist ähnlich wie jener von Blackout, gespickt mit schönen Wörter die man auf den ersten Blick als Laie nicht erkennt, da Herr Elsberg jedoch ein aufmerksamer Autor ist und weiß dass viele Leser dies nicht als selbstverständlich erachten gibt es im Anhang des Buches ein ausführliches Glossar um sein Wissen rund um Computer und das Internet ein wenig auf zu bessern. Mit Stilmittel wird auch in Zero nicht gegeizt und so erwartet den Leser ein spannender Thriller mit Höhen und Tiefen

Meinung:

Das Buch hat eine sehr interessante Thematik nämlich das online Verhalten der heutigen Gesellschaft. Jeder hat ein Smartphone und geht "relativ" locker mit seinen persönlichen Daten um ohne zu wissen was daraus resultieren kann! Was mit unseren Daten passiert wissen wir schon lange nicht mehr außer, dass sie gesammelt und weiterverkauft werden! Welchen Nutzen das für große Unternehmen hat, außer ihre Profitgier zu stillen? Ganz einfach sie können uns vorgaukeln, dass sie uns via Werbung nur das empfehlen was wir "unbedingt" wollen und vor allem brauchen!

Der Thriller geprägt von dieser äußerst interessant Thematik hat jedoch einige Höhen und Tiefen. Teilweise wirkte diese ganzen Vorgänge die beschrieben werden schon etwas langatmig und man wollte doch einfach nur wissen welche Rolle dieser ominöse "Zero" eigentlich spielt. Ein moderner Robin Hood? Oder doch nur ein "Whistleblower" der nach Aufmerksamkeit geiert?

Genau diese Langatmigkeit und die irgendwie fehlende Emotion stört mich etwas. Sicherlich könnte man sagen, all diese Schritte waren Notwendig um die Komplexität und die Schwierigkeit dieses Unterfangen aufzuzeigen! Was das fehlende Gefühl an diversen Schlüsselszene stört mich weniger die Hauptprotagonisten sondern eher ihre Tochter Viola (Vi) die für ihr Alter und der schockierenden Situation mehr wie ein Roboter agiert als ein normal handelnder Mensch. Vielleicht macht sie aber auch die heutige Medienlandschaft geprägt von Gewalt bis zu einem gewissen Teil einfach nicht mehr empfänglich.

Fazit: Ein packender Thriller in einer Online dominierten Welt, natürlich überzogen dargestellt, dennoch sehr interessant wo dieser online Wahnsinn eines Tages hinführen könnte ;)

4 von 5 Sterne



Kommentare:

  1. Hallo, eine schöne Besprechung eines wirklich guten Buches. Als wirklich langatmig empfand ich es gar nicht, es war umfangreich, das aber ohne Frage. Besonders der von Dir, leicht negativ angesprochene Aspekt der Roboterhaftigkeit Violas, die aber nicht nur sie betraf, war gerade etwas, da ich als einen gut eingebauten Punkt in der Geschichte empfand, der auch wichtig war - nicht nur um Spannungen in die Beziehung zwischen Cythia und ihrer Tochter zu bringen, sondern auch um diese leichte Manipulierbarkeit der Menschen zu zeigen, die ein normales Denkverhalten vermissen lassen und stattdessen diverse Apps für sich denken lassen und nach deren »Ratschläge« agieren.
    Wenn es Dich interessiert, kann ich Dir ein Gespräch zwischen Elsberg und Lobo zu dem Thema (und wahrscheinlich auch Elsbergs Buch) am Donnerstag gegen halb 8 Uh abends auf der Internetseite Blanvalets ans Herz legen :)

    Liebe Grüße

    Shaakai

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  2. Ich las das Buch aufgrund "deiner Empfehlung" und wurde nicht enttäuscht. Das Buch hält was es verspricht. Allerdings muss ich dir in ein bis zwei Punkten widersprechen. Ich fand das Buch nirgendwo langatmig, sondern gut regerchiert und aufgearbeitet. Auch viola fand ich nicht roboterhaft, sondern Teenielike. Wie benimmt sich den die Jugend heutzutage? Am Smartphone hängend in jeglicher Form des Socialnets vorhanden und alles komentierend. Neugierig und mit den modernen Medien vertraut,leicht naiv und ohne jeglicher Vosicht im Netz so würde ich Viola eher sehen.
    Ich würde das Buch auf alle Fälle weiterempfehlen und im 5 Sterne geben. Bravo - Marc Elsberg!

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