Mittwoch, 12. November 2014

Lieutenant Gustl - Arthur Schnitzler


Lieutenant Gustl geprägt von zwei Herzen in seiner Brust - sein Gewissen und seine Ehre als Soldat!
Veranlasst durch ein unüberdachte Äußerung sich selbst umzubringen!
Wird er einen weg finden den frei Tod zu umgehen?


Autor:


Arthur Schnitzler war österreichischer Erzähler und Dramatiker. Schnitzler wurde 15. Mai 1931 in Wien geboren.

Von 1871 bis 1879 besuchte er das Akademische Gymnasium und legte am 8. Juli 1879 die Matura mit Auszeichnung ab. Danach studierte er an der Universität Wien Medizin.

Arthur Schnitzler begann früh, als Verfasser literarischer Texte und Gedichte aufzutreten. Sein literarisches Debüt gab er mit Liebeslied der Ballerine 1880 in der Zeitschrift Der freie Landbote und veröffentlichte in der Folge Gedichte und Erzählungen u. a. auch in Blaue Donau, Moderne Dichtung, Frankfurter Zeitung und Freie Bühne.

Um die Jahrhundertwende war er einer der bedeutendsten Kritiker der österreichisch-ungarischen k.u.k. -Gesellschaft und ihrer Entwicklung. Nach der Veröffentlichung von Leutnant Gustl, in dem er den Ehrenkodex des österreichischen Militärs angreift, wurde ihm am 14. Juni 1901 der Offiziersrang als Oberarzt der Reserve aberkannt.

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte der Literat zu den meistgespielten Dramatikern auf deutschen Bühnen. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges ging das Interesse an seinen Werken zurück. Dies hing auch damit zusammen, dass er sich als einer der wenigen österreichischen Intellektuellen nicht für die Kriegstreiberei begeistern konnte.
In seinen letzten Lebensjahren schrieb er vor allem Erzählungen, in denen er Einzelschicksale um die Jahrhundertwende aus psychologischer Sicht darstellt.



Arthur Schnitzler starb am 21. Oktober 1931 im Alter von 69 Jahren an einer Hirnblutung.

Klappentext:

Arthur Schnitzlers berühmteste Erzählung Lieutenant Gustl trug die französisch Rangbezeichnung ihres Protagonist noch in er Erstgabe, die der hier enthaltene Ausgabe auch erstmals wieder zugrunde liegt. Der Autor versetzt darin die Leser mit entschlossener Objektivität in das subjektive Bewusstsein in die persönliche Sprache seines "Helden", der den autoritären Charakter der späten Habsburgermonarchie verkörpert.

Cover: 

Ich glaube zum Cover muss ich nicht viel sagen - wie gewohnt die typische Aufmachung von Reclam :) 

Schreibstil:

Arthur Schnitzler bedient sich des Stilmittels des Innerer Monologs. Er gibt Einblicke in die unausgesprochenen Gedanken einer Person. Der Leser kann dadurch  Anteil an den Gedanken und Erinnerungen einer Person nehmen.

Beispiel:

Gustls Gedanken werde vorangetrieben durch Versagensangst, Unsicherheit und Minderwertigkeitsgefühlen, immer wieder fragt er sich selbst was er in gewissen Situationen tun würde. Weiß jedoch keine Antwort darauf und schweift zu einem anderen Thema, wobei die Kernthemen immer wieder in den Mittelpunkt gezogen werden, beispielsweise seine Angst vor dem Tod.

Asyndetisches Sprechen: Beschreibt eine atemlose Aufeinanderfolge von Gedanken.
Es gibt keinen Erzähler der den Gedankenfluss kommentiert oder die Aufmerksamkeit auf sich lenkt.
Gustl spricht permanent mich sich selbst -> Selbstansprache

Hauptprotagonist:

Gustl ist ein niederer Offizier der k. und k. Monarchie und agiert stellvertretend für die Wertvorstellung und den inneren Zustand währender der Monarchie. Auffallend ist das man weder den Vor- noch den Nachnamen von Gustl erfährt sondern nur dessen Spitzname „Gustl“. Typisch für Österreich könnte „Gustl“ für August aber auch für Gustav stehen.

Gustl spiegelt einen guten Stereotyp eines  jungen Offiziers der damaligen Zeit dar, Besonders sind jedoch die immer wiederkehrenden innerlichen Widersprüche, die ihn in den Selbstmord zu treiben scheinen. (Abhängigkeit von der Armee & Ehre).

Meinung:

Nachdem ich das Buch wegen eines Literaturprojektes lesen musste, war ich schon nach den ersten Seiten positiv überrascht von Schnitzlers Schreibstil. Es war zugegebenermaßen mein erstes Buch, dass im Inneren Monolog geschrieben wurde. Besonders interessant finde ich auch die ernsten gesellschaftlichen Themen die Schnitzler in seinem Buch aufgreift wie zum Beispiel den Antisemitismus.
Für mich gehört Arthur Schnitzler zu den Autoren wo man mindestens ein Buch gelesen haben muss. 

Fazit: Unbedingt mal lesen, auch wenn man vielleicht kein Fan dieser Literatur ist, kann man sich trotzdem positiv überraschen lassen.

4 von 5 Sterne





1 Kommentar:

  1. Hallöchen :)
    Sorry für das Off Topic, aber ich wollte dich nur kurz darauf Aufmerksam machen das ich nächstes Wochenende eine Lesenacht veranstalte, und fragen wollte, ob du mitmachen willst. Es würde mich wirklich sehr freuen wenn du dabei wärst :) ♥
    Fantasy-Lesenacht die Achte - Lesen bis Aliens auf der Erde landen

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